Schorn – Der Stadtrat hat am vergangenen Donnerstagabend mit großer Mehrheit für die Erweiterung des bisher nur kleinen Gewerbegebietes in Schorn gestimmt (19:4). Er stellte den erforderlichen Bebauungsplan auf und beauftragte die Verwaltung, die Herausnahme der Fläche aus dem Landschaftsschutz zu beantragen. Gleichzeitig billigte der Stadtrat mit dem gleichen Stimmenverhältnis das zuvor von der „Campus Starnberg GmbH & Grundstücks KG“ vorgestellte Planungskonzept. Das Planungskonzept hat als Ziel weitere hochwertige, nachhaltige und zukunftsfähige Gewerbeflächen auszuweisen (bei gleichzeitigem Ausschluss von großflächiger Einzelhandel, Lager- und Logistiknutzungen sowie Industriebetriebe und Vergnügungsstätten), welche die landschaftlichen Potentiale des Gebietes wertschätzten. Der Blick auf innovationsfreundliche Rahmenbedingungen wird verstärkt, um den Anforderungen der zukünftigen Nutzer aus den HighTech-Branchen gerecht zu werden.

Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der beigefügten Presse (Auszug):

Süddeutsche Zeitung – Titel: Zukunftsvision in Schorn – Gremium billigt Pläne für hochmodernes Gewerbegebiet

Der Stadtrat billigte am Donnerstag mehrheitlich ein Planungskonzept der Asto Campus Starnberg GmbH, die in Schorn einen Hightech-Standort etablieren möchte, und beschloss die Aufstellung eines Bebauungsplans. […] Angestrebt wird ein hochwertiges und zukunftsorientiertes Areal, auf dem großflächiger Einzelhandel, Lager- und Logistiknutzungen sowie Industriebetriebe und Vergnügungsstätten ausgeschlossen sein sollen. Das durchgrünte Gelände soll – neben Firmengebäuden mit Produktionshallen und Büros – mit gastronomischen Betrieben und Biergarten auch Einkaufsmöglichkeiten für die Arbeitnehmer bieten. Geplant sind unter anderem ein zentraler Konferenzbereich, ein Boardinghaus, Kinderbetreuung sowie Dienstleistungen wir Arzt- und Physiotherapiepraxen. Böhm: „Wir wollen, dass Schorn ein attraktives Gewerbegebiet wird, in dem sich die Menschen gern aufhalten.“ […] Auf dem Areal soll ein zentrales Parkhaus entstehen. Im Fokus steht E-Mobilität, es soll Carsharing, Bike- und Rollerangebote geben. Die ÖPNV-Anbindung soll optimiert werden, auch Radwege sind vorgesehen. Asto-Geschäftsführer Ekkehart Fabian: „Wir versuchen, die Arbeitsfelder der Zukunft darzustellen“.

Quelle: Süddeutsche Zeitung online vom 15.03.2019


Lokales aus Starnberg – Titel: Bauleitplanung für Schorn

Der Architekt und Stadtplaner Christian Böhm aus München betonte, Schorn solle nicht irgendein Gewerbegebiet werden, sondern ein deutlich strukturierter Campus. Vier Quartiere, gegliedert durch Trenngrün, mit einem Versorgungszentrum. Besondere Qualität verspreche man sich von der Mitte, in der es Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten zur Versorgung des Gebietes mit Waren des täglichen Bedarfs, Konferenzräume, eine Kinderbetreuung, ein Boarding-House für Übernachtungsgäste und sonstige Dienstleistungseinrichtungen geben solle. Die Gebäude werden viergeschossig anvisiert, unten mit den Produktionsräumen, oben die Büros. Alle dort angesiedelten Unternehmen profitierten von einem zentralen Management. In Sachen Verkehr wolle man einen Mix aus motorisiertem Individualverkehr und ÖPNV/Rad- und Fußverkehr im Verhältnis 50:50. Dazu helfen könnten Shuttle-Verbindungen zur U-Bahn in Fürstenried oder zu den S-Bahnhöfen Starnberg-Nord und Hohenschäftlarn. Jedes Quartier erhalte ein zentrales Parkhaus, so dass Oberflächenstellplätze nicht erforderlich würden. Themen würden auch die Elektromobilität und Car-, Roller- und Bikesharing-Modelle gebietsintern. [… ]Fabian zeigte sich überzeugt, Schorn werde über den Landkreis Starnberg und die Stadt München hinaus Bedeutung entwickeln. Versuche das Konzept doch sich auf die Arbeitswelt der Zukunft einzustellen. „Das ist eine einmalige Chance“, so Fabian, der um „gute Entscheidungen“ bat und zuvor noch versicherte, die dort sich ansiedelnden Unternehmen trügen die Kosten der Verfahren und am Ende entstehenden Gemeinschaftseinrichtungen.

Quelle: Lokales aus Starnberg vom 16.03.2019 (Barbara Irlbauer)


Münchener Merkur – Titel: Gewerbegebiet Schorn soll „Projekt für die ganze Region“ werden

Wenn es um das Gewerbegebiet Schorn geht, dann schwelgen die Verfechter gerne in Superlativen. Ekkehart Fabian, Geschäftsführer des Entwicklers Asto, etwa sprach am Donnerstagabend im Stadtrat von einer „Strahlkraft“, die von dem Gebiet ausgehen werde. Die Fläche östlich der A 95 biete eine „einmalige Chance“ für den Versuch, „die Arbeitswelt der Zukunft abzubilden“. Mehr als eine Stunde lang präsentierten Fabian, Landschaftsarchitektin Irene Burkhardt (Büro BEM), Stadtplaner Christian Böhm (Büro BGSM) und Rechtsanwalt Dr. Jürgen Busse Stadträten und Öffentlichkeit den derzeitigen Planungsstand.[…] „Wir können nicht nur von Luft und Liebe leben“, entgegnete Stefan Frey (CSU). Starnberg benötige Einnahmen aus der Gewerbesteuer, um seinen Standard halten zu können. „Es wäre verantwortungslos, wenn wir diese Planung nicht vernünftig zu Ende bringen“, sagte Angelika Kammerl (Parteifreie). „Endlich nimmt die Planung Gestalt an“, freute sich Josef Pfister (BMS). Winfried Wobbe (UWG) befürchtete eine Zunahme des Verkehrs vor allem in Wangen und Percha. Bürgermeisterin Eva John sprach von einem Projekt, das sich zwar auf Starnberger Flur befinde, letzten Endes aber für die ganze Region sei. […] Gegen die Stimmen von Grünen und SPD billigte der Stadtrat das Planungskonzept und beschloss die Aufstellung eines Bebauungsplans. In diesem Verfahren können auch Träger öffentlicher Belange wie Naturschutzverbände Stellungnahmen abgeben. Darüber hinaus beauftragte der Stadtrat die Verwaltung, die Herausnahme des Gebiets aus dem Landschaftsschutz zu beantragen und eine vertragliche Vereinbarung mit der Firma Asto zu schließen, die die weiteren Schritte regelt.

Quelle: Münchener Merkur online vom 17.03.2019